»Wie kann ich aus dem Zeitplanbuch mein Glückstagebuch gestalten?«
Karl Freundlinger

Mit innovativen Methoden zum Marktführer der Region: »Der freundliche Maler in Linz« geht seinen eigenen Weg
»Der freundliche Maler in Linz« ist in Oberösterreich ein Begriff: Mit für einen Handwerksbetrieb ungewöhnlich innovativen Methoden in Sachen Unternehmensführung, Marketing und Ausbildung hat Karl Freundlinger sein 1977 gegründetes Malerunternehmen zum Marktführer in der Region gemacht.
»Ich will etwas Großes erreichen«, wusste Karl Freundlinger schon als Auszubildender im Betrieb des Vaters. Immerhin war Maler zur damaligen Zeit für einen jungen Mann alles andere als ein Traumberuf. Was er nun nach seinem 60. Geburtstag im Prozess der exakt durchgeplanten Unternehmensnachfolge sukzessive an seinen Sohn Bernhard übergibt, ist nicht nur ein florierendes mittelständisches Unternehmen, sondern eine Marke. Zusammen mit seiner Frau Elisabeth, die sich intensiv für Lehrlingsausbildung und -rekrutierung einsetzt, hat Karl Freundlinger in der Branche Akzente gesetzt. Bei der Förderung junger Meister, die einzelne Bereiche seines Unternehmens in Eigenverantwortung wie Profit Center leiten, »ist das HelfRecht-System für uns eine Riesenunterstützung und ein großer Erfolg«.
»Ein richtiger Schub ging durchs Unternehmen«
Karl Freundlinger hatte schon früh erkannt, dass es für die erfolgreiche Führung eines Betriebes mehr braucht als den Meisterbrief: »Einschneidend war sicher die Erfahrung, dass die Meisterausbildung auf das Fachliche vorbereitet, aber nicht gerade darauf, Mitarbeiter zu führen und ein Unternehmen zu leiten. In der Selbständigkeit musste ich mir deshalb zunächst vieles selbst aneignen. Durch Zufall habe ich dann jemanden kennen gelernt, der mir das HelfRecht-System empfohlen hat. ´Mach’ ja nichts anderes´, hat er mir damals geraten. So bin ich 1982 zu meinen ersten Planungstagen nach Bad Alexandersbad gefahren. Anschließend habe ich meine Meister hingeschickt. Die kamen alle begeistert zurück. Für die meisten war das ein richtiger Kick, das gibt’s woanders in der Form nicht. Es war der Beginn eines gegenseitigen Anspornens. Ein richtiger Schub ging durchs Unternehmen. Miteinander haben wir permanent neue Ziele entwickelt. Seitdem hat fast jede meiner Führungskräfte an den Planungstagen teilgenommen.«
So hat sich das HelfRecht-System für Karl Freundlinger und sein gesamtes Team zu einem wertvollen Arbeits- und Führungsinstrumentarium entwickelt: »In der Folge waren wir alle total motiviert, langfristig zu planen. Auch heute noch nehmen wir uns einmal im Jahr drei Tage Zeit zur gemeinsamen internen Planung.« Für einen Handwerksbetrieb sind diese Prozesse und auch die offene Art, die Mitarbeiter zu beteiligen, eher ungewöhnlich, bestätigt Karl Freundlinger: »Die meisten Unternehmen sind immer noch sehr hierarchisch organisiert und ganz auf die Person des Chefs ausgerichtet. Außerdem sind Handwerker verliebt in ihren Beruf. Für sie gilt nur das Handwerk selbst etwas. Alles andere, was zwingend damit zusammenhängt, wie Planung, Organisation, Finanzen, die ganze Mitarbeiter- und Unternehmensführung, verkommt zur Nebensache.«
Karl Freundlinger hat den Wandel vom Handwerker zum Unternehmer vollzogen: »Neue Wege werden auch für den Erfolg im Handwerk immer wichtiger«, hat der erkannt. Er geht diese Wege mit seinem Betrieb sehr systematisch, zielbewusst und mitarbeiterorientiert. Und deshalb auch mit großem Erfolg.
Im Praxisbeispiel: Malermeister Karl Freundlinger (60), Inhaber des Familienunternehmens »Der freundliche Maler GesmbH«, in Linz mit Filialen in Gmunden und Kremsmünster, 110 Mitarbeiter, 30 Auszubildende, www.derfreundlichemaler.at